Raus aus der Piraterie: Warum illegal nicht mehr In ist

Raus aus der Piraterie: Warum illegal nicht mehr In ist

Mit dem Start von iTunes und dem iPod von Apple kam es zu einer Revolution des Musikmarkts. Durch die Vision von Steve Jobs kam es zu einem Umdenken und plötzlich wurde Musik weniger illegal konsumiert. Die Piraterie ging merklich zurück. Die Musikindustrie bezeichnete Apple sogar als einen wichtigen Faktor der jüngsten Vergangenheit.

Jetzt mit Streaming-Diensten wie Apple Music und Spotify kam es erneut zu einer Revolution. Mit nur 9,99 Euro im Monat gibt es Zugriff auf über 50 Millionen Songs. Wer möchte also noch eine Abmahnung kassieren, weil ein Song illegal geladen wurde? Das macht keinen Sinn.

Die Musikindustrie hat aber entscheidende Faktoren verschlafen, weshalb die Revolution erst durch externe Unternehmen angestoßen werden musste.

Die Einfachheit des digitalen Zeitalters

Die Musik eines Künstlers erschein und bis das erste Feedback für die Künstler kam, musste zuerst auf den Paketboten gewartet werden oder man entschied sich „mal eben“ zu einem Plattenladen zu gehen. Das war ab 1999 aber nicht mehr zeitgemäß. Die Leute wollen das nicht mehr und zogen Tauschbörsen vor — Napster wurde zum Synonym.

Sofern eine gute Internetverbindung zur Verfügung stand, konnte das neuste Album mit nur wenigen Klicks bezogen werden — ohne dafür bezahlen zu müssen. Die Musik war aber längst nicht so qualitativ wie auf einer CD. Das lag an der Komprimierung, denn man bedachte auch die Nutzer mit einer langsamen Internetverbindung.

Die Qualität war, wenn man zurückdenkt, auch völlig egal. Es galt, dass die Musik kostenlos war. Dafür nahm man offenbar viel hin, denn die meisten Tracks wurden mit einem Mikrofon einfach aufgenommen.

Wie Apple der Industrie half

Wie Anfangs erwähnt, war Apple ein entscheidender Faktor. Ende der 1990er-Jahre wurde Steve Jobs wieder CEO der Firma und er musste das börsennotierte Unternehmen vor einer Insolvenz retten. Die bunten iMacs sorgten für aufsehen und volle Kassen, aber erst der iPod hat das Unternehmen auf stabilen Untergrund gestellt.

Apple hat erkannt, dass mobile Musikabspielgeräte wie der Discman relativ einfach auf das Abstellgleis abgeschoben werden konnte. Steve Jobs hat 2003 den ersten iPod vorgestellt. Damals wurde damit geworben, dass hierauf 5.000 Songs passen — in der Hosentasche.

Kein anderer digitaler Musikplayer hat es geschafft, ein so großes Volumen zu umfassen. Als zusätzliches Erkennungsmerkmal galten die weißen Ohrhörer. Wer die trug, der war mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein Besitzer eines iPods, denn die gängige Farbe war Schwarz. Digitale Musik war plötzlich inmitten der Gesellschaft.

Die Plattenfirmen wussten auch nicht so recht weiter und so kam Apple auf die Idee mit dem iTunes Store eine Verkaufsplattform für alle Labels zu schaffen. Die Preise wurden aber von Apple vorgegeben, damit es für den Nutzer einfacher war. 99 Cent sollte eine Single kosten und 9,99 Dollar ein Album.

Die Labels waren erst skeptisch, waren aber einverstanden, wenn Apple einen Kopierschutz (DRM-System) einbaut. Das System sah vor, dass mindestens fünf Rechner gleichzeitig den Song abspielen konnten. Außerdem konnten sie beliebig oft auf ein iPod  transferiert werden und mindestens fünf Mal auf eine CD gebrannt werden.

Im laufe der Jahre kam es zu grundlegenden Änderungen. Preise konnten selbst bestimmt werden, das DRM-System wurde schrittweise abgeschafft und der iTunes Store entwickelte sich immer mehr zu einer beliebten Anlaufstation für Musik — bis heute.

So wird Musik heute konsumiert

Heutzutage wird insbesondere Musik über Kopfhörer, aber auch durch externe Lautsprecher (Ultimate Ears BOOM im Überblick). Der Vorteil dabei ist, dass Bässe, höhen und tiefen eingestellt werden können. Mittlerweile sind diese Geräte auch wasserdicht und schwimmfähig, sie können damit nicht auf den Grund sinken.

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